Tobas
Bei dem Tobas-Tanz geht es um eine figurative Repräsentation der Chaco-Indianer. Schon vor der Kolonialisierung gab es Konflikte zwischen den Hochland- und Tiefland-Indianern. Als die Quechua-Armee einmal Ch´unch´us aus den Tropen gefangen genommen hatte, wurden die Aymaras durch sie zu einem gleichnamigen Tanz inspiriert.
Nach der Gründung der Republik wurde die Idee von den nach La Paz und Oruro einwandernden Aymaras wieder aufgegriffen und es entstand der Tanz Tobas, diesmal benannt nach der Ethnie Tobas aus dem Chaco-Gebiet. Für die visuelle Gestaltung mit Holzmasken und prächtigem Federschmuck bezog man sich auf die Tacana-Kultur.
Der Rest der Tanzkleidung ist eher leicht, um die Bewegungsfreiheit nicht zu stark einzuschränken. Denn Tobas ist mit seinen vielen Sprüngen und Drehungen vermutlich einer der körperlich anstrengendsten Tänze des Altiplano.
